|
Kommunikationstraining für Pflegepersonen Dr. Svenja Sachweh |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Kommunikation und (Alten-)Pflege
Qualitativ hochwertige Pflege ist ohne entsprechende kommunikative Fähigkeiten des Pflegepersonals undenkbar. Diese Erkenntnis findet nicht nur unter Theoretikern, sondern auch unter Praktikern immer weitere Verbreitung.So ist in dem von der Bundesregierung im Jahr 2000 veröffentlichten Dritten Bericht zur Lage der Älteren Generation zu lesen:
"Unumgänglich ist aus Sicht der Kommission eine am aktuellen Wissensstand orientierte Erweiterung und Modernisierung des gesetzlich festgeschriebenen, traditionellen Pflegeverständnisses, das Pflege auf manuelle körperorientierte Maßnahmen reduziert. Eine bedarfs- und bedürfnisgerechte Pflege älterer Menschen verlangt weitaus mehr. Sie erfordert die Wahrnehmung zahlreicher kommunikativer und edukativer Aufgaben, wie Unterstützung, Anleitung, Beratung und Begleitung und umfasst präventive, therapeutische und rehabilitative Funktionen..." (S. 278) Als wünschenswert betrachtet die Expertenkommission u.a.
- einen partnerschaftlichen, dialogischen Umgang mit gesunden und kranken älteren Menschen
- Kenntnisse über den Umgang mit "sprachlosen" und zur Kommunikation unfähigen oder nicht bereiten Pflegebedürftigen
Doch auch in dem 2002 herausgegebenen Vierten Bericht zur Lage der Älteren Generation mit dem Schwerpunktthema Demenz wird noch ein Mangel an verbalen und nonverbalen Kommunikationsfähigkeiten unter Pflegepersonen aus der Alten- und Krankenpflege konstatiert. Die Experten meinen:
"Pflegende müssen in der Lage sein, die Kommunikationsangebote des Kranken wahrzunehmen..." (S. 284) Genau an diesen Punkten setze ich mit meiner Arbeit an. Ich möchte dazu beitragen, dass Pflegende respekt- und würdevoll(er) mit allen Pflegebedürftigen umgehen, und dass sie sich effektiver mit den alten Menschen zu verständigen lernen.